AM ANFANG STEHT DAS STAUNEN VOR DEM UNFASSBAREN, VOR DER

ERSCHEINUNG, DIE LEIBLICHE AUSGEBURT DES UNGEHEUR:

D I E   F R A G E

Die Gnosis beschreibt die Reise der Seele zur Erlösung in einem Medium, darin das Stigma der Zeit getilgt ist.
Jakob Taubes

Subjekt -sein- wollen ist mehr als das Begehren des Unmöglichen, das Herz des Fragen-wollens

Die Sätze in jedem Fragebogen sind Entwürfe von noch zu entwickelnden Fragen. Einige sind schon sehr dicht an den zu findenden Fragen. Sätze in das Nichts und aus dem Nichts.

Und dann dies :die ungünstige, die gewollte Auslegung, die Antworten, mit denen die Fragen verdorben werden. Die Zeremonie der Frage verschwindet hinter der Organisation der kleinen Antworten.

Die bisher gestellten Fragen sind Zusammenfassungen von Meinungen und Ansätzen, die u.a. der Performance-Kunst angetragen wurden.

Die in jedem Fragebogen niedergeschriebenen Sätze sind, meiner Meinung nach, nur Hilfskonstruktionen, die erstmal noch keine Antworten bedingen, sondern erst wenn sie so präzise sind, dass sie Fragen werden, können sie als Bild, als Performance beantwortet werden oder es stellt sich heraus, daß sie mit Bild, mit Performance nichts zu tun haben, also irgendwie andere Formen des Setzen (was nichts anderes heißt, als die Frage absolut setzen) bedingen.

Von überall ist der Weg an die Frage gleich weit.

Auf welche Weise vermag dieses vorläufige (vor-läufige) den Verweis auf den Ausdruck, auf die Bedingung und auf den Begriff Performance „ das Fragen „ durchschimmern lassen ?

Was ich an den Hilfskonstruktionen gut finde, ist das Material welches sie eröffnen, welches sie einbringen. (Methodendiskurs bei Paul Valery oder W.Benjamin - Das Passagenwerk)

Die Konstruktionen könnten öffnen: das Spektrum der Ideologien, Weltanschauungen und die Steinbrüche der privaten und kollektiven Vorlieben, die ersten Informationen, Leitbilder und Primärgesten des Geistes, die dann irgendwann die Entscheidung "Performance", erst mal allgemein, bedingen. (Bedingungslos!) Aber wie überhaupt eine "Veranlassung" vorkausal gedacht werden kann.

Nicht nur im Fernsehen sind es die Toten, die immer wieder deren Spiel vom Fragen ins Leben rufen - Handke

Es geht darum, wie es wohl jedem Ethnographen auch gehen wird, die zu stellenden Fragen von Meinungen und verstellenden Wertungen zu befreien. Werkzeuge sind: Demontage - Vivisektion - Kopieren - Abtrennen - ZerrSpiegeln - Auseinanderreißen - Zerstückeln - Vervielfältigen - etc

Fragmente zur Anthropognosie
Gnostische Gedanken

Das die Erstellung von Bild das Gebet ist

Die in dem gnostischen Denken inneliegende Gerechtigkeit für jedes und jedem auf der Erde und in der Welt. Das Selbsttätige, die Alchemie einer wie auch immer zu nenneden Plastik.

Schöpfen und Scheiden.

Im Transzendenten nicht souverän, im Empirischen nicht verankert - die Doublette, das Verfehlen. Der Wunsch bindet, ob er stiehlt oder gibt.

Frauen ohne Kinder befragen die Adler, sie wenden sich an ihn..

DIE BILDER HINTER DEN BILDERN VOR DEM BILD

Der Instrumentalisierung das Wort reden.

Eine sich entwickelnde Frage an das Bild stellt sich als entwickeltes Bild eines Raumes vor, in dem sich die Erscheinung dessen, was alles Bild sein kann, darstellt

Die Fragestellung sind jeweils neue Koordinaten und ermöglicht verschiedenste Akzeptanzen von Bild.

Bilder sind schon immer reproduzierte Welt, nie Natur

Das Bild hat keine Bedeutung jenseits seiner physischen und ästhetischen Präsenz. (Ad Reinhardt)

Hier genau ansetzen die Bilddefinition, als Spiegel, hat Ad Reinhardt recht, wenn Bild so gemacht ist, als Spiegel für die anderen Bilder?

Damit sind Glaubensbekenntnisse und Ethik Spiegelprobleme.

Bildtheorie: die Psyche und ihre methodische Analyse in einem Raumsystem denken. Schichtungen ? Die Idee des Raumes als Bild der Psyche. Definition des Raumes. Das Kästchen, die Kammer, die Schachtel, das Zimmer,

Bild: Aber was ist denn Natur. Wenn Paul Gernes einen Hammer zehnmal, hundertmal und viele Mal durch eine Platte schlug und behauptete, daß seien soundsoviel Hammerschläge. Das war eine Naturstudie.

Bild: Früher kausale Wahrheit in dem Erkennen eines Bildes, gleich der Erkenntnis, heute statistisch fassbare, primäre Wahrscheinlichkeiten.

Im Sinne von Werk, Bild als Werk, sind die Bilder anthropologische Ressourcen. Verschiedene Zeiten und verschiedene Kulturen haben mit unterschiedlichen Methoden und Techniken aus diesen Ressourcen ihre "Bilder" geschöpft.

Bilder, die als Performance, Skulptur oder als Gemälde stehen, haben folgenden, kleinsten gemeinsamen Nenner: Sie verstellen das Bild. Das Bild als Körper hat physikalisch-biologische, psychische und geistige (mentalen)Koordinaten.

Das Gold ist Bild. WERT und GELD (Kandinsky).

Die Erotik ist eine Scheidekunst. Dem Sehenden sind alle Bilder wahr, - der Stein der Weisen ist die Imagination.
Gezogen(aus), die Klinge aus, gestoßen(in),..-

Eine Situation, ein Gegenstand hat virtuell endlich viele Bildmöglichkeiten. Sichtweisen sind verschiedene Ebenen der Interpretation, hochkomplexe Felder.

Gegen die Bilderflut (gibt es die ?) hilft die Flucht in die Handlung als Bild der Distanz

Es gibt Bilder, die in die Falle gehen. An die Behältnisse Aufkleber mit poetischen Titeln: An eine Theorie der Titel denken. Welche Titel haben öffnenden Charakter ? z.b. Das Kopieren der Götter. Es gibt Bilder, die gehen in die Falle.

Zorn in den Begriffen, die Bilder verlassen einen.

Bild. Indifferenz des Werkes, ein Koan.
Definition Bild (das Spiel)

Das Bild als Doppler-Effekt. Das die Entwicklung der Menschheit durch die Höhen und Tiefen der Töne, durch die (Farb)-Frequenzen geschieht.
Was geschieht mit den Augen beim Sehen, wenn die Zeit in der sie das "Sehen" eignen eine Zeit der Interferrenz ist ?

Das ganze Gehirn ein Puzzle von erlebten Bildern, die zusammen gesetzt wiederum Bilder sind. Krankheit eine Verhinderung von Bild. Nein. Sie sind eigene Bilder.
Das Überkommen und Entsetzen eines Seins und das Bild der Entwicklung eines Bildes in der Dunkelkammer und die Schmerzen, die den Entwicklungsvorgang immer unterbrechen - die Gesundung im Traum, als nach Wochen aus dem Entwicklerbad das Photo kam.

Überlegungen zu der Theorie: Wie Bilder in der Trance andere Bilder verändern, oder gerichtete Bilderflüße ermöglichen. Primäres Sprachsystem

Der Körper (das Gehirn) die Syntax, der Leib - die visuelle Gestalt eines dynamischen Archivs

Das Fragen als "Stand by modus". (Das einzig Seriöse ist das Serielle - Lacan )

Die Rote Königin zu Alice: Lauf so schnell Du kannst, um auf der Stelle zu bleiben - (Alice im Wunderland)

Annäherungen an Bild

Was ist die Syntax, die Semantik, die Tiefenstruktur, die Oberflächenphänomene oder die Transformation eines Bildes.
Bild: das fragt, wer fragt, was fragt, wer oder was spiegelt die Frage, wer oder was antwortet. ( Hierherein das Fragment über das Fragen in Performance Konferenz 3, 29.09.1996, sowie der Fragenkatalog) Ja, es gibt die Bilder, die in die Falle gehen und mit ihnen auch ich.
Das Bild tritt in mein Leben. Das Bild hinter dem Bild vor dem Bild. Es gibt nicht viele " das Bild ".

Sind es die Todsünden, die Sünden. Was bedeutet die Personifizierung, wenn das Bild in das Leben tritt

Mir sind bis jetzt folgende Bilder begegnet: Tod, Liebe, Zorn, Neid,

Sich mit den Bilder beschäftigen, die sich ändern lassen; die mich ändern; die unfassbar sind. Was heißt Bilder erstellen die als praktischen Philosophie handeln.

Daß das Feuilleton eine wichtige Form der Wissensübermittlung wird und dieses Wissen (auch Form) mit Texte verbinden die poetischer und gnostischer Aussage sind - das Verhältnis Fragment und Hinweis.


http://www.asa.de
Das Copyright für ASA-Beiträge liegt uneingeschränkt beim ASA-Köln
Das Copyright für Beiträge von anderen Quellen liegt bei dem jeweiligen Autor