FRAGENKATALOG II
(BEARBEITET VON EINEM UNBEKANNTEN)

1) Was ist der entscheidende Unterschied, zwischen einem Auftritt, einer Performance und einem Auftritt der Gattung Tanz, Theater, Musik, Kabarett, Literatur, etc?

2) Was ist der entscheidende Unterschied, der eine Handlung, einen Auftritt Performance, Aktion, Happening, Event, etc. nennt?

3)Welchen Stellenwert hat die Intention des Bezeichnens ? [ Warum wird eine Handlung Performance genannt , oder Aktion, oder Event und so weiter ? (Aspekt der Reflexion)]

4)Welchen Stellenwert hat das Zeichensetzen ?

5)Welchen Stellenwert hat die Intention, sich in einem Rahmen, in einen Bezug zu setzen?

6) Was hat eine Person / KünstlerIn davon, seine/ihre Handlung Performance zu nennen? (Aspekt der Identität)

7) Gibt es einen genau zu definierenden Faktor, der eine Handlung an und mit einem Gegenstand Performance nennt, oder bezeichnet?

8) Gibt es Faktoren im Vorbereich eines künstlerischen, theatralischen, tänzerischen, musikalischen oder literarischen Werkes, die das zu erstellende Produkt als Performance bezeichnet ?
Gibt es einen nachvollziehbaren Zusammenhang, der das Werk und die Produkte in den Kontext Performance -Art stellt?

9) Gibt es ein Interesse, Produkte und das Werk auf eine mögliche Sprache der Performance Art hin zu untersuchen? Welche Faktoren (Grundbilder der Sprachen Tanz, Theater, etc. auflisten; Grundbilder menschlicher Kommunikation in den Handlungen auflisten; Grundbilder menschlichen Handelns, Primärgesten, Präfigurationen, Prämoderne Quellen etc. auflisten. )

10) Sind die leiblichen Erkenntnismethoden (Sinne) und die körperlichen Entsprechungen parallele Methoden, oder Analoge, oder etwas ganz anderes?
( Psychophysikalische Methoden im letzten Jahrhundert, politische und konzeptuelle Entwürfe:
Liegen - Sitzen - Stehen - Gehen - Fallen - Hängen - Schlafen - Einverleiben - Ausscheiden /Austritt - Aussetzen - etc. als fundamentale, performative Erkenntnismethoden des Leibes).

11) Kann man die Performance als Übersetzungskunst sehen ?
[ Das Übersetzen, eine Kunst des Transfer, sobald man übergesetzt hat, verläßt man diese Kunst wieder (an die Lebenszeit gebundene Erkenntnis)]. Den Begriff " Übersetzen " untersuchen.

12) Wenn alles um einen herum Performance ist, oft gesetzte Definition für Handlungen die Leben oder politische Aktivitäten bezeichnen, dann ist Einsetzen von Öffentlichkeit nicht möglich, unsinnig, denn es benötigt keinerlei Hinweise, es geschieht und / aber wirkt sich weiter aus (mental)

13) Wenn an jedem Ort der Welt gehandelt wird, ist dann der Begriff Performance überhaupt zulässig ?

14) Was bedingt diesen Hang, jede Definition von Leben als Tat dann doch in die Kunstwelt zu überführen, Performance - Art zu praktizieren ?

15) Wo beginnt der Unterschied: eine Realität setzen, die den Anspruch auf Allgemeingültigkeit hat und die Realität, die aus der Notwendigkeit laufender Ereignisse resultiert ? (Siehe hierzu die Projektidee CURRENT AFFAIRS)

Die Antwort an diesem Fragebogen bestand in der Korrektur der Intepunktion, der Einführung der Nummerierung und der diskursiv ausgewiesenen Einfügung.


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