BORIS NIESLONY Die Auflösung dessen, was Malerei ist und seien soll, was als Malerei definiert wird (die ideoligische Komponente) in Bereiche der Analyse. Vivisektion a - Farbe analog dazu e - Stoff Jeder Bereich wird als Knoten gesehen, ist selbstreferentiell ANSATZ 2 Davon ausgehend, daß in jeder Performance eine Forderung besteht : als
menschliche Existenz unmittelbar wirksam in die Existenz eines öffentlichen Körpers
einzugreifen ................................................ Boris Nieslony 21.08.1990 ANSATZ 4 So könnte die Performance zivilisiert werden, wenn der Clown abgeschafft ! 1 Die energetische Summe :: Emergenz , keinen sekundären Diskurs führen. 2 Auch in der Performance ist der Name für die Abwesenheit einer Spur "Design". 3 Design verwickelt den Betrachter, den Konsumenten in ein imaginäres, kultisches Verhältnis mit der Ware . 4 Der Besitzwunsch ist per se der Betrug . 5 Originär sind die kontextuellen Abhängigkeiten, Technik der gezielten Instrumentalisierung. 6 Die Eigenschaft: Kopien ohne Originale zu sein. 7 Das erscheinende Original seinen Kopien angleichen. 8 "Im magischen Ritual vollzieht sich im Grunde eine sinnlose
Wiederholung einer Kulthandlung, die als Sinngebung einer rückprojezierten Begegnung und
nicht anders, als Schock bezeichnet werden kann, - nachträglich." 9 Das Ästhetische ist demnach das zerstörende Potential im Kern des symbolisch-instrumentalen Denkens. 10 Wo kein Geheimnis, da ist kein Zeugnis, keine Realpräsenz. Die Feier der Eucharastie ist das Ende des Zeichens. 11 Das Wort "Performance" bedeutet nichts anderes, als die vollkommene Abwesenheit von ihr, wie es nun mit jedem Begriff geschieht. "Kontraktbruch" . 12 Auflösung der semantischen Verbindlichkeit, ehrliche Performance! 13 Chairman - Doorwoman, begrifflich etwas völlig dummes als Bild läßt es mich nicht los, will Handlung Boris Nieslony 1990 14 Was bringt die Begegnung der Weltanschauungen ein, ausser dem, was
man ein kritisches Instrumentarium nennt. 15 Eine der merkwürdigsten Erscheinungen: (bei erzielter Performance
und eingegangenem Risiko) besteht darin, die Qualität der Summe von Möglichkeiten
zuzulassen, da die Unbestimmtheit zwischen allen Systemen gleichzeitig ihre Gültigkeit
behält. 16 Anlagegerechte Performance benutzt verschiedene Medien redudant, also
als überflüssiges Beiwerk. 17 Die Kunst des Handelns veranschaulicht sich an den Methoden der
Distanz; in der Begegnung und an der Unantastbarkeit der mentalen Ressourcen . 18 Die Unschärfe, die der Begriff Performance erzeugt ist analog den Unschärfen der erzeugten Ereignisse und Produkten. 19 "Performanz" ist ein oszillierender Begriff. Die
Interferenz der Eigenschaften, Absichten und 20 Rahmenbedingungen schaffen mit intendierten Handlungen: 21 Leistung - Performance : physisch Boris Nieslony 1991 22 Performance und Neue Medien - eine Art Ahnenkult? 23 Die Basis jeder Gemeinschaft ist der Ort, der den Raum
"Heimat" entäußert. 24 Entäußern nicht Veräußern, da liegt eine Richtung des Niedergangs. 25 In der Performance ist anwesend: Eine Mimekry als Aneignung verschiedenster Disziplinen. Die Methoden sind tradiert, obwohl die künstlerischen Formen jedesmal als neuestes dargestellt wird, was in der Auswahl dessen was in die Mimekry geführt wird, wohl auch stimmt. (Ich nenne dies auch poetische Entwendung). 26 Begriffe und Vorstellungen anbinden an Begriffe und Vorstellungen und dann die Lücke, der Spielraum Dazwischen 27 Ist Performance eine Sprache die: BENANNT - GEBANNT! 28 Was wären denn nun die Fixpunkte, an denen sich die qualitativen Eigenheiten von Performance äußern, die durch verschiedene Personen zu einer gleichen Zeit in einem gleichen Raum ausgeführt werden? "Begegnung " ist einer dieser Punkte. Weitere sind: "Unvereinbarkeit als die souveräne Gebärde ; der präzise Monolog; Vernetzung". Die Vernetzung wird wohl ein eigener Gegenstand der Betrachtung werden. Boris Nieslony, 1992 29 Medien antworten nicht, Körper fragen nicht. 30 Keine Sprache hat soviele Quantensprünge vollzogen, als die der
Performance. 31 Überlegungen ansetzen an den Übergängen aus der Gravitation zu den
Agregatszuständen. Körperlichkeit als Kontinuität und Vergänglichkeit und Leiblichkeit
in ihrer Kontinuität und Vergänglichkeit. 32 Befindlichkeiten: Verhüllung, Verkleidung, Maske. 33 Chemie des Sehens, Fühlens, Schmeckens und Riechens. Das Themometer in den Fingerspitzen. 34 Das Ritual hat nicht die menschliche Natur im Sinn, wie jegliche Kultur dies nicht hat, ihr geht es um die menschliche Gemeinschaft. 35 Ein Performer zu sein ist eine Tätigkeit, ein Gewerbe. Eine Geschichte, die Geschichte erzählen über Menschen im Wandel der Gesellschaften. (Boris Nieslony) |
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