ZIELSETZUNGEN

I.
1. Registrieren der möglichen Veranstaltungsorte für regelmäßige P.-Aktivitäten (pro Jahr mindestens 3-4 Veranstaltungen) in Köln.
2. Registrieren der P.-Künstler und die Künstler, die auch P. -vorführungen machen.
3. Detaillierte Liste von Kulturredaktionen mit für P. zuständigen Ansprechpersonen.
4. Liste von ev. Sponsoren mit Ansprechpersonen.
- öffentliche Hand
- privater Bereich

II.
Veröffentlichen eines P.-Art Kompaß für Köln aus dem Material Punkt I.

III.
Initiieren der gleichen Arbeit Bundesweit (Registrieren - Veröffentlichen). In der Praxis: die Koordinationsstelle sucht bundesweit "Vertreter", die Bezirke aufdecken, bzw. aufarbeiten.

IV.
Entwickeln des Faltblattes P. in Köln. Jährlich 2x. Eher Inventar als aktueller Programm-Führer (aus praktischen Gründen, da langfristige Planung wahrscheinlich unmöglich ist). Es ist jedoch wichtig, wegen der Dokumentation, Selbstbehauptung etc.

V.
Installieren eines Festivals. Jährlich an dem gleichen Ort, um die gleiche Zeit.

Grundstruktur:
- Dauer: 3-4 Tagen
- Vormittags: Workshop unter der Leitung der P.-Künstler (praktische Seminare)
- Nachmittags: Diskussionen, Dokumentationen (Workshopcharakter, theoretische Arbeit)
- Abends: Live-P.

VI.
PR-Arbeit.
1. siehe 1./3
2. Persönliches Kontakthalten (Telefon, Pressefrühstück etc.)
3. Grundlage schaffen für eine ständige Präsenz in den Medien (Diskussionen "anzetteln" etc.). Das langfristige Ziel, daß die Medien mitarbeiten, damit die P. als selbständige Gattung zu anderen Gattungen gleichberechtigt wird.

VII.
Sponsoring
1. Ausarbeiten performance-spezifischer Sponsoringformen. (Diesen Schritt kann man weder auslassen noch verschieben. Solange diese Frage nicht gelöst ist, kann die Sponsoringarbeit nur auf dem Zufallsprinzip basierend funktionieren und sie bleibt amateurhaft.)
2. siehe I./4
3. Kontaktpflege mit den Vertretern Punkt I./4.

VIII.
Ausbau der systematischen Zusammenarbeit mit
1. Hochschulen
2. Kunst-, Kulturinstitutionen (Museen, Vereine etc.)
Seminar- und Workshopangebote.

IX.
Internetanschluß und -pflege

X.
Lobbybildung in den Bereichen:
- Medien
- Schulwesen
- Privatwirtschaft
- Kulturpolitik

XI.
Ausbau einer Dokumentations-, Präsentations- und Forschungsstelle basierend auf der Schwarzen Lade (Ausgangspunkt eines P.-Museums?). Für mich eine der wichtigsten Aufgaben.

Ein grundsätzliches Problem:
Solange die Performance als Kunstgattung nicht dauerhaft erfassbar also konservierbar ist, werden wir es mit der Verwirklichung der oben genannten Punkte sehr schwer haben.
Prinzipielle Frage: Sollen wir über eine Art von P-Museum nachdenken oder betrachten wir die P. weiterhin als eine flüchtige Gattung? Diese Auffassung ist schön, sensibel und intelligent aber kontraproduktiv. Wie gesagt wird: "Mit einem Arsch kann man nicht zwei Pferde reiten."

Anhand dieser Liste ist es schon ziemlich einfach einen Rundbrief zu entwickeln (Konkrete Fragen zu den jeweiligen Punkten). Die Antworten/Angebote müssen verbindlich sein. Sowohl inhaltlich als auch fristgemäß. Ohne eine Art verantwortungsvoller Verbindlichkeit wird nur Scheiße geknetet.

(Farkas/Nov.95)


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