E. P. I. 
Zentrum
Europäisches Performance Institut

Seminar I (Praxis)
 

Parallel wechselt die Entwicklung an den Fortgeschrittenen 
fortschreitend an Thema und Idee mit der Findung im Spiel, 
spielend leicht für die Anfänger.


Nomad -Teaching 

Angebot - Theorie

Informationen über Performance Kunst seit 1950 mittels Literatur und Kunstzeitschriften, Aufsätze, Katalogen und nicht veröffentlichte Papers; Einführung in die Begriffe und Bezeichnungen in den Performance Arts und den Performing Arts; Rhetorische Übungen wie man in oder über Performance spricht; Einführung in den Kontext der Performance und Performing Arts. Vorträge, Gespräche, Symposien als Performance, Hinweise zu den Permanenten Performance Art Konferenzen, Video's von Festivals und von Performance Art Künstlern. Der theoretische Bereich beinhaltet auch Reflexionen zu den Grundbedingungen der Kultur - Wie öffne ich ein Bild ? Wie ist eine Skulptur ? Wie ist eine Installation, etc.
" Angenommen, Bilder sind eine Sprache, die sich in weitere Sprachen (ent-) gliedert, die man u.a. Zeichen, Symbole oder semiotische Kürzel nennt, und angenommen, Bilder sind komplexe Strukturen (dies ist eine Behauptung), denen der Mensch ausgeliefert ist, die durch ihn hindurch sich gestalten, dann stellt sich für mich die Frage: ( eine Rechtsfrage , das Nexus ? ) Mit welchen Werkzeugen mache ich mir die Elemente dieser Sprachen bewußt, werden sie für mich handhabbar,(eher, sich diesen Werkzeugen ausliefern ). Dies beinhaltet eine Arbeit mit paradoxen und multifunktionalen (Modewort) Werkzeugen. Multifunktional ( richtig dummes Wort ) meint in diesem Zusammenhang, daß diese Werkzeuge auf alle künstlerischen und kulturellen Sparten anwendbar (unbedingt sein, meint auch entwenden können ) sind. Sie entwickeln das ( ein ) Alphabet. Schwerpunkt ist die Entwicklung ( hin zu einem Alphabet) und nicht die Festlegung oder Festschreibung eines möglichen "
Angebot - Praxis

Es wird keine Form von Stil oder ' Vorliebe ' vorgetragen. Keiner der Performance Art Künstler wird eine Performance vor den Gästen machen. Die Situation wird jetzt und nur in dieser Situation entwickelt. (Handschrift und Angebot der Performance Künstler modifizieren die Situation) Jeder Gast wird vor den anderen Gästen eine ( Immer wieder), egal wie zu nennende Form von Aktion, Handlung, Stück, Geste, Attetude, Intervention,etc... zeigen. Über das Gesehene kann und wird gesprochen. Es wird (am Anfang) keine Diskussion geführt, sondern es wird sprachlich so genau wie möglich ausgeführt was das Thema ist " Das Gesehene ", und die zwangsläufige Unterscheidung durch die Interpretationen jeder Person, sowie das Angebot, was man noch gesehen und wie es anders gemacht werden könnte. Der Gast wiederholt seinen Entwurf in veränderten Weise, oder verwirft ihn, wenn der Entwurf keinen Gehalt zur Idee aufweist. (Unterschied zwischen momentanen Einfall und Idee). Die Grundsituation ist ein Labor, ein Salon, es wird noch keine Performance gemacht und sondern das Erlernen des Werkzeug, das Verständnis des Alphabets der Sprachen der Körper, wie ist ein Bild (Acting - Nonacting) und das Aneignen des Reichtums der Möglichkeiten ist Grund des Angebots.

Ort 

Der Ort muß jedesmal gefunden werden. Die Organisation ist ein Zusammenspiel der interessierten Gäste. Wenn sich eine Anzahl von Gästen gefunden hat, werden diese vernetzt und sie suchen mit den Künstlern einen Ort, wo das Seminar stattfindet. Der Ort sollte so gewählt sein, dass die verschiedenen Gäste die günstigsten Konditionen finden und vorfinden. Die Organisation ( das Erlernen organisatorischer Fähigkeiten) gehört mit zum Programm des Seminars
Zeit - Wenn sich eine Anzahl interessierter Gäste gefunden hat - Deutschland, Schweiz, Österreich, Frankreich, England etc. - wird ein Termin für das nächste Seminar ermittelt und die Suche nach dem Ort kann beginnen.

 
 

Seminar II (theoretische Annäherung) 

Entwurf einiger Gedanken - hin zu einem Seminar
 


What a performance, what shocking behaviour !
( Advance learns Dictionary of current of English - Oxford )


 


Performance ist ein abstraktes Wort und benötigt ein Vehikel um konkret zu werden und das Vehikel mit stärkster Qualität ist jeder Mensch. Diese Stärke besteht in der Gleichzeitigkeit aller menschlichen Eigenheiten und dem "Unbekanntem " in jedem Individuum - Weiche Anarchie versus monologischer Arroganz offizieller Bedeutungssysteme. Das in der Performance sei, was in der Metaphysik ist, der Bruch des kohärenten Diskurses.
Der Entgeisterte. - Der Teilhabende ist der Souverän

1.
Egal welchen Beruf ein Mensch einmal ausüben wird, wie er leben wird, sein Körper wird sich in einem Raum befinden und ist dadurch potentiell " Bild ". (bewegende Skulptur, bewegendes Element einer Installation, bewegendes Element einer kulturellen Repräsentation, Handelnder, ob passiv oder aktiv, etc.) In den heutigen Wahrnehmungswissenschaften wird Raum nur durch ausgeführte Handlung definiert. 
( Als Bild bezeichne ich jedes Ereignis, Situation, jeder Moment eines zeitlichen Ablaufs, der ein Analogon gleich welcher Art, gleich welchen Mediums, erstellt.) Das Bild als Ereignis aus dem Handlungszusammenhang in eine Kontinuität der Prozesse einfügen.
Wie sehen Bilder aus, die ohne Medien zu sehen sind ? ( Geht dies ) Jedes Bild beansprucht Raum im Leben eines Menschen. Eine Performance kann nicht zum Bild kommen, wenn es zu viele Elemente gibt, die in der Erscheinung, Darstellung (Handlung) als Bild ausgelegt werden können.

2.
Anstelle eines menschlichen Körpers (Leib) kann der Körper eines Gegenstandes, die Mechanik eines technischen Ablaufs oder eine Idee in den Raum gestellt werden und zu einem Performer, oder performativen Vorgang erklärt werden. Lebewesen, materielle Körper, jede Materie in jeglichem Zustand, Handlungen und jedwedes Ereignis, sowie physikalische Gesetze sind potentiell " Bild ". 
(Hier setzt die gezielt Reflexion des Verhältnis von Performance zu den klassischen Künste: Malerei, Skulptur Musik, etc. ein)

3.
Menschliche Leiber, um Tier und Pflanze einmal nicht zu bedenken, menschliche Leiber benötigen die aktive Bewegung um in den, von Raum und auf Zeit gestalteten Ort das zu projezieren, was der Mensch " Leben " oder geschlossener, seine Identität nennt. Gegenstände und Materie dagegen sind in der passiven Bewegung (eine negative Aktivität). Der Dialog dieser beiden Bewegungen ist Energie, setzt sie frei.
Ort: ein Werkkriterium der Performance. Paradox des Flüchtigen und die notwendige Dauer um überhaupt das Flüchtige wahrzunehmen.
Verschiedenen Zeiten in dem Ort, in dem die Begegnung von Raum und Zeit geschieht. Der Entwurf und seine Aufhebung zur gleichen Zeit.
Performance - Leiber an den Bruchstellen gesellschaftlicher Sozietäten

4.
Form in der Kunst ist Substantiv
Mit eines der großen Mißverständnisse in der Performance liegt in der Wahl des Begriffs. 
Der Begriff bezeichnet im englischen Sprachraum jedwede Form von Tun, welches nicht genauer zu spezifizieren ist, insofern, dass es immer eine Form der Tätigkeit definiert, die im weitesten Sinne gesellschaftliche Kommunikation durch ein Tun beinhaltet. Es unterscheidet sich vom "acting" wie es in Theater und Kleinkunst genutzt wird. In der Kleinkunst ist der Begriff "Entertainment" geläufig.
Als Kunst ist Performance kein Mittel - hier den Ansatz der Untersuchung - was ist Mittel in der Kunst ( Medium ). Überlegung zu Performance als Paradigma. Hier auch den Begriff Überführen, Übersetzen untersuchen, Grenze, Schwelle, etc.
Wer, was Menschen tun, mit der Macht der Ökonomie erklärt, versteht nicht die Macht des Symbolischen in allen Handlungen.
Drama - Einheit von Raum und Zeit in der Handlung, Textualisierung und Ritualisierung von Problemstellungen als gesellschaftliche Konvention und Repräsentation. (Hier setzt die Untersuchung des Theaters, des Tanzes, etc, an)
Form in der Performance ist Verb
Die Handlung. Handlungen verschiedenster Ordnungen und Klassen. 
Als Mensch unter Menschen. Ethnographische, anthropologische Strukturen weisen und verweisen auf die immer neu zu setzende Handlung.
Form im Leben ist Konjunktiv
Das Performance sich da zeigt, wo die Ununterscheidbarkeits-Frage zwischen Leben und Kunst aufgeworfen ist.

5.
Egal welchen Beruf ein Mensch einmal ausüben wird, Lust ist ein kritisches Instrumentarium, wie Zorn, Liebe, Langeweile oder Peinlichkeit.
Erlebnisstrukturen sind Untersuchungseinheiten, Intensitäten des Masses.
Aufgerissenes Herz und einen neugierigen Verstand - wie eine Windmühle
Parallelität der Praxis - Praxis des Handelns
Nicht kunstgestütztes Handeln. Intermedialität und Intervention. kulturdefinierendes Handeln vor jeder Kunstpraxis, vor jeder Theorie, vor jeder Gesellschaft. 
Mikro- und Makro-Emotionen.

6.
Angenommen, Bilder sind eine Sprache, die sich in weitere Sprachen (ent-) gliedert, die man u.a. Zeichen, Symbole oder semiotische Kürzel nennt, und angenommen, Bilder sind komplexe Strukturen (dies ist eine Behauptung), denen der Mensch ausgeliefert ist, die durch ihn hindurch sich gestalten, dann stellt sich für mich die Frage: ( eine Rechtsfrage , das Nexus ? ) Mit welchen Werkzeugen mache ich mir die Elemente dieser Sprachen bewußt, werden sie für mich handhabbar, (eher, sich diesen Werkzeugen ausliefern ). Dies beinhaltet eine Arbeit mit paradoxen Werkzeugen. Paradox meint in diesem Zusammenhang, daß diese Werkzeuge auf alle sozialen und kulturellen Sparten anwendbar (unbedingt sein, meint auch entwenden können ) sind. Sie sind Wirkungsmächte, ob als Beobachter, Betrachter wahrgenommen oder als Erzeuger gesetzt. 
Weiterhin beinhaltet diese Arbeit die Anwendung paradoxer und multifunktionaler (Modewort) Werkzeuge. Sie entwickeln das ( ein )Alphabet. Schwerpunkt ist die Entwicklung hin und nicht die Festlegung des Alphabets

7.
Informationen.
Über Intermediale Erscheinungen seit 1948, Aktionen Body Art und Happenings seit 1959 und Performance Art seit 1972.
Dies mittels Literatur und Kunstzeitschriften, Aufsätze, Kataloge und nicht veröffentlichte Papers; Einführung in die Begriffe und Bezeichnungen in der Performance Art und den Performing Arts; Rhetorische Übungen wie man in oder über Performance spricht; Einführung in den Kontext der Performance Art und Performing Arts. Vorträge, Gespräche, Symposien als Performance, Hinweise zu den Permanenten Performance Art Konferenzen, Videos von Festivals und von Performance Art Künstlern.
Der theoretische Bereich beinhaltet auch Reflexionen zu den Grundbedingungen der Kultur - Wie öffne ich ein 
Bild ? Wie ist eine Skulptur ? Wie ist eine Installation ? Wie sind sitespecific Aktionen und ihre gesellschafts-bedingten sowie mentalen Grundlagen ?

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